Gelbes "m" steht auf einer Werkbank zwischen verschiedenen Werzeugen
Für jede Aufgabe ein eigenes System? Ich bevorzuge ein Werkzeug, das vieles kann.

Warum ich Pimcore nutze

Wenn mich heute jemand fragt, mit welchem System ich neue Webprojekte umsetze, lautet die Antwort meistens: Pimcore. Nicht weil andere Systeme schlecht wären. Ich habe in den letzten Jahrzehnten mit vielen Werkzeugen gearbeitet. Mit WordPress, Drupal, TYPO3, Contao und individuellen Entwicklungen, aber am Ende bin ich jedoch immer wieder bei Pimcore gelandet.

Der Grund ist einfach: Ich möchte nicht für jede Projektgröße und jede Anforderung ein anderes System einsetzen. Ich arbeite lieber mit einem Werkzeug, das möglichst viele Aufgaben zuverlässig lösen kann. Für mich ist Pimcore deshalb so etwas wie das 'Schweizer Taschenmesser' unter den Webplattformen.

Websites sind selten nur Websites

Viele Projekte starten überschaubar. Eine Unternehmenswebsite mit einigen Seiten, einem Kontaktformular und ein paar Bildern. Doch oft bleibt es nicht dabei. Nach einiger Zeit kommen weitere Anforderungen hinzu:

  • mehrere Sprachen
  • Referenzen
  • Stellenangebote
  • Veranstaltungen
  • Produktinformationen
  • Dokumente zum Download
  • Schnittstellen zu anderen Systemen
  • geschützte Bereiche für Kunden oder Mitarbeiter

Die eigentliche Herausforderung besteht häufig nicht darin, eine Website zu erstellen. Die Herausforderung besteht darin, sie über Jahre sinnvoll weiterzuentwickeln.

Genau hier gefällt mir Pimcore. Das System ist von Anfang an darauf ausgelegt, nicht nur Inhalte, sondern auch Daten und Medien zu verwalten.

Inhalte, Daten und Medien gehören zusammen

In vielen Unternehmen liegen Informationen an unterschiedlichen Orten, Texte werden direkt in der Website gepflegt, Bilder liegen auf Netzlaufwerken, Produktdaten stehen in Excel-Dateien, Dokumente werden in verschiedenen Ordnern abgelegt. Solange wenig Informationen vorhanden sind, funktioniert das meist problemlos. Mit zunehmender Menge wird die Pflege jedoch aufwendig.

Pimcore verfolgt einen anderen Ansatz, Inhalte, Bilder, Dokumente und strukturierte Daten können zentral verwaltet werden. Dadurch lassen sich Informationen leichter wiederfinden, pflegen und an mehreren Stellen verwenden. Das spart Zeit und reduziert Fehler.

Daten werden wichtiger

Vor zwanzig Jahren bestanden viele Webseiten hauptsächlich aus einzelnen Seiten. Heute stehen häufig strukturierte Informationen im Mittelpunkt wie z.B.:

  • Produkte
  • Referenzen
  • Mitarbeiter
  • Standorte
  • Veranstaltungen
  • Dokumente

Solche Informationen möchte man nicht mehrfach pflegen. Pimcore bietet dafür ein sehr flexibles Datenmodell. Ein Datensatz kann an verschiedenen Stellen verwendet werden, ohne dass Informationen kopiert werden müssen. Das klingt zunächst technisch, im Alltag bedeutet es vor allem weniger Pflegeaufwand.

Ein System für kleine und große Projekte

Pimcore wird oft als Lösung für große Unternehmen wahrgenommen. Das ist verständlich, denn viele bekannte Pimcore-Projekte sind entsprechend groß. Meine Erfahrung ist jedoch eine andere, denn auch kleinere Projekte profitieren von den Möglichkeiten des Systems.

Der entscheidende Punkt ist nicht die Größe eines Projekts sondern die Flexibilität. Ich kann mit Pimcore eine kleine Unternehmenswebsite umsetzen und kann daraus später einen Produktkatalog machen, ein Kundenportal oder eine Plattform mit individuellen Funktionen, ohne das System wechseln zu müssen. Gerade diese Offenheit schätze ich.

Mein eigener Baukasten

Über die Jahre habe ich auf Basis von Pimcore einen eigenen Baukasten entwickelt. Viele typische Anforderungen sind dadurch bereits vorbereitet.

  • Inhaltelemente
  • Seitentypen
  • Navigationen
  • Formulare
  • Wiederkehrende Funktionen

Dadurch lassen sich Projekte effizient umsetzen, ohne jedes Mal bei null zu beginnen. Gleichzeitig bleibt genügend Freiheit für individuelle Anforderungen. Diese Kombination aus Standardisierung und Flexibilität ist für mich einer der größten Vorteile.

Langfristig denken

Eine Beobachtung hat sich in vielen Projekten bestätigt: Am Anfang weiß niemand genau, wie eine Website oder Plattform in fünf Jahren aussehen wird. Neue Ideen entstehen erst im laufenden Betrieb. Deshalb bevorzuge ich Systeme, die Spielraum für Veränderungen bieten, nicht weil jedes Projekt zwangsläufig wächst, sondern weil gute Systeme Veränderungen ermöglichen sollten, ohne dass man alles neu aufbauen muss.

Warum ich nach vielen Jahren immer noch gerne damit arbeite

Nach über 25 Jahren in digitalen Projekten beeindrucken mich nicht mehr die Systeme mit den meisten Funktionen. Mich interessieren Werkzeuge, die langfristig funktionieren, Werkzeuge, die flexibel sind, Werkzeuge, die sich an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen.

Genau deshalb arbeite ich gerne mit Pimcore. Nicht weil es die einzige Lösung wäre, sondern weil es für sehr viele Aufgaben eine gute Lösung ist.

Fazit

Ich nutze Pimcore, weil ich damit sehr unterschiedliche Projekte auf einer gemeinsamen technischen Grundlage umsetzen kann. Von der kleinen Unternehmenswebsite bis zur komplexeren Plattform. Für mich ist Pimcore deshalb weniger ein klassisches CMS als vielmehr ein Werkzeugkasten.

Oder einfacher gesagt: Das Schweizer Taschenmesser, das ich in den letzten Jahren am häufigsten gebraucht habe.