Gelbes "m" steht auf einem Tisch neben großen bunten Legosteinen

Warum ich auch kleine Websites mit Pimcore umsetze

Wer sich mit Content-Management-Systemen beschäftigt, stößt früher oder später auf Pimcore. Oft fällt dann schnell das Stichwort „Enterprise“, große Unternehmen, komplexe Produktdaten, internationale Plattformen und zehntausende Datensätze.

Das stimmt alles. Pimcore kann solche Projekte hervorragend abbilden. Was viele überrascht: Ich setze Pimcore auch für deutlich kleinere Websites ein.

Ist Pimcore nicht viel zu groß für kleine Unternehmen?

Diese Frage höre ich regelmäßig und ehrlich gesagt: Vor einigen Jahren hätte ich sie vermutlich selbst mit „Ja“ beantwortet. Wer Pimcore ausschließlich als Werkzeug für große Konzerne betrachtet, kommt schnell zu dem Schluss, dass es für eine Unternehmenswebsite mit 20 oder 30 Seiten überdimensioniert sein muss. In der Praxis sieht das jedoch oft anders aus denn viele kleine Unternehmen starten mit einer überschaubaren Website. Doch mit der Zeit kommen neue Anforderungen hinzu:

  • zusätzliche Leistungen
  • Referenzen
  • Downloads
  • Stellenangebote
  • mehrere Sprachen
  • Newsletter
  • Formulare
  • Schnittstellen zu anderen Systemen

Die Website wächst mit dem Unternehmen und genau an diesem Punkt zeigt sich häufig, wie zukunftssicher die ursprüngliche Entscheidung war.

Eine Website bleibt selten so klein wie geplant

In über 25 Jahren digitaler Projekte habe ich kaum erlebt, dass eine Website nach drei oder fünf Jahren noch exakt dem ursprünglichen Konzept entspricht, denn neue Ideen entstehen und Anforderungen verändern sich so wie sich Märkte weiter entwickeln.

Deshalb versuche ich, Systeme auszuwählen, die nicht nur für den heutigen Bedarf geeignet sind, sondern auch für den zukünftigen und dafür bietet Pimcore eine sehr stabile Grundlage.

Der eigentliche Grund: Mein eigener Baukasten

Der wichtigste Punkt ist jedoch ein anderer denn ich setze Pimcore nicht jedes Mal komplett neu auf. Denn über viele Jahre hinweg ist ein eigener Baukasten entstanden, den ich kontinuierlich weiterentwickle und so sind typische Funktionen bereits vorbereitet:

  • Inhaltsblöcke
  • Bild- und Textkombinationen
  • Galerien
  • Akkordeons
  • Downloads
  • Kontaktformulare
  • Teaser
  • Referenzdarstellungen
  • SEO-Grundfunktionen
  • responsive Layouts

Dadurch lassen sich viele Unternehmenswebsites deutlich schneller umsetzen als man es bei einem klassischen Individualprojekt erwarten würde.

Für den Kunden bedeutet das: Er profitiert von einer professionellen technischen Basis, ohne für jede Standardfunktion eine individuelle Entwicklung finanzieren zu müssen.

Keine Sackgasse für spätere Erweiterungen

Ein weiterer Vorteil zeigt sich oft erst Jahre später, denn viele Websites werden zunächst möglichst günstig aufgebaut. Das funktioniert – solange die Anforderungen unverändert bleiben. Sobald zusätzliche Funktionen benötigt werden, wird es häufig schwierig. Dann beginnt die Suche nach Plugins, Workarounds oder sogar nach einem komplett neuen System. Mit Pimcore entsteht diese Situation deutlich seltener, denn neue Funktionen können in der Regel sauber ergänzt werden, ohne die bestehende Website neu aufbauen zu müssen.

Inhalte und Daten sauber organisieren

Auch bei kleineren Projekten spielt Struktur eine wichtige Rolle, denn eine Unternehmenswebsite besteht heute oft nicht mehr nur aus einzelnen Seiten sondern aus Daten wie Referenzen, Mitarbeiter, Standorte, Downloads oder Veranstaltungen. Pimcore bietet sehr flexible Möglichkeiten solche Daten strukturiert zu erfassen. Das sorgt für mehr Übersicht in der Pflege und schafft die Grundlage für spätere Erweiterungen. Selbst wenn diese Möglichkeiten anfangs noch gar nicht genutzt werden.

Warum ich nicht automatisch WordPress einsetze

WordPress ist zweifellos das bekannteste CMS der Welt. Für viele Projekte kann es eine gute Lösung sein aber trotzdem arbeite ich lieber mit Pimcore. Der Grund liegt nicht in einzelnen Funktionen, sondern im Gesamtkonzept. Ich schätze die klare technische Struktur, die Flexibilität und die Möglichkeit, individuelle Anforderungen langfristig sauber abzubilden. Gerade weil ich Projekte häufig über viele Jahre begleite, ist mir diese Zukunftssicherheit wichtig.

Die passende Lösung statt der populärsten Lösung

Bei der Wahl eines Content-Management-Systems geht es nicht darum, welches System die meisten Marktanteile besitzt, denn viel entscheidender ist, welches Werkzeug die Anforderungen eines Projekts am besten unterstützt. Für viele meiner Kunden hat sich Pimcore dabei als sehr gute Grundlage erwiesen. Nicht nur für große Plattformen, sondern auch für klassische Unternehmenswebsites.

Fazit

Pimcore wird oft als Enterprise-System wahrgenommen. Das ist nicht falsch, aber es greift zu kurz. Dank meines eigenen Baukastens lassen sich auch kleinere Websites effizient und wirtschaftlich umsetzen. Gleichzeitig bleibt die technische Grundlage flexibel genug, um mit den Anforderungen eines Unternehmens mitzuwachsen. Deshalb nutze ich Pimcore nicht nur für große Projekte, sondern auch für viele kleinere.